Wie überall in der Wirtschaft und in der Landwirtschaft geht der Trend bei den Neubauten hin zu den größeren Anlagen. Damit steigen die durchschnittliche Feld-Silo/Biogasanlagen-Entfernung und der Anteil der Transportkosten an den Produktionskosten für das Substrat. Bei weiter steigenden Energiekosten erhöht sich auch der Anteil der Transportkosten weiter. Umso wichtiger für die Wirtschaftlichkeit wird die Berücksichtigung des Verhältnisses Biogasertrag pro kg Substrat (Maissilage) zu Produktionskosten (Transportkosten) pro kg Substrat.
Der ökonomische Vorteil der früheren Qualitätssorte wächst:
Je geringer der Ertragsvorteil der späteren Maissorte,
Offizielle Landessortenversuche für Biogasmais vergleichen seit einigen Jahren Maissorten verschiedener Reifegruppen unter den gleichen Bedingungen. Dabei zeigt sich immer deutlicher, dass die späteren Sorten an den gleichen Standorten nur unwesentlich mehr Trockenmasseertrag produzieren als leistungsfähige frühere Sorten. Stellvertretend zeigt die Abbildung die mehrjährige Ertragsauswertung der Biogas-LSV Nord-Deutschland zwischen mittelfrühen Qualitätssorten (den 50% stärkereichsten Sorten der Reifezahlen 230 bis 250) und mittelspäten Massensorten (den 50 % stärkeärmsten Sorten der Reifezahlen 260 bis 280). Die mittelfrühen Qualitätssorten produzieren nur 4 dt/ha weniger Trockenmasse als die mittelspäten Massensorten, aber 11 dt/ha mehr Stärke!